Mittwoch, 17. Juni 2026

Mit Drohnenschwärmen die Oberhand gewinnen? Ohne Infanterie kann Kiew die Front nicht halten.

 „Erfolgreiche Drohnenangriffe hinter den Frontlinien und tiefer im Inneren Russlands geben Kiew Anlass zu Optimismus und verschieben das Kräfteverhältnis,“ schreibt der Rheinische Merkur am 6.6.2026. Mit dem Drohnenkrieg gewinne Kiew gegen Russland „wieder die Oberhand“. Seit Monaten ist dies das neue Narrativ im westlichen Informationskrieg. Mit den Drohnen habe Kiew einen Weg gefunden, um mit „Schlägen tief im russischen Hinterland“ Russlands Ölidustrie zu treffen, Logistik- und Versorgungsprobleme zu schaffen und Putin zu schwächen. Mit magischem Denken sehnt man sich nach dem „Maidan“ in Moskau. Um Unzufriedenheit und Panik zu schüren, greift Kiew auch zu Terrorangriffen gegen die Zivilbevölkerung.

Der Hype um den ukrainischen Drohnenkrieg gilt westlichen Medien als Signal, dass Kiew trotz reduzierter US-Hilfe den Krieg fortsetzen kann: „Ukraine dreht den Spieß um: Drohnen ersetzen US-Hilfe“, schreibt der Rheinische Merkur. Natürlich nicht ohne die helfende Hand EU-Europas! Massenproduktion von Drohnen ist in der Ukraine immer weniger möglich, da Russland die Kriegsproduktion systematisch zerstört. Drohnenhersteller für die Ukraine im industriellen Maßstab sind primär EU-Rüstungskonzerne. Der Drohnen-Hype soll auch den Völkern Westeuropas einbläuen, ihre Opfer für Aufrüstung und Ukrainekrieg besäßen einen Sinn.

China verbietet Einhaltung exterritorialer US-Sanktionen - Trump simuliert die Oberhoheit

 Am 1. Mai strömten Kubaner in Massen auf die Straßen. Mit ihrer Regierung demonstrierten sie den Willen, die Souveränität des Landes zu verteidigen. Am Tag danach verhängte Trump neue brutale Sanktionen gegen Kuba. Während sich nur noch wenige intakte Flugzeugträger im Golf von Oman über Wasser halten, prahlte Trump im US-TV vor johlendem Publikum: „Auf dem Rückweg vom Iran werden wir mit der USS Abraham Lincoln hundert Yards vor Kubas Küste aufkreuzen und sie werden sagen: ‚Danke. Wir ergeben uns!‘“

Monate vor den Zwischenwahlen 2026 hat Trumps Show Hochkonjunktur. Der Mix aus Aggressivität, Skrupellosigkeit und Zynismus, mit Attacken ohne Pause an vielen Orten soll Gegner erschrecken und Bewunderer mobilisieren. Die Show simuliert „Überlegenheit“, „Offensive“, eine „Führungsrolle“, Qualitäten, die die USA nicht mehr besitzen. Real hat die absteigende Hegemonialmacht längst nicht mehr „alle Karten in der Hand“, wie Trump zu sagen pflegt. Sie muss Kompromisse mit anderen „Playern“ suchen. Die Selbstüberschätzung der US-Eliten wird die Welt noch eine Weile in Angst und Schrecken halten. Den Niedergang der USA kann sie nur beschleunigen.